Brünnhilde's Lament: The Mourning Play of the Gods. Reading Wagner's Musical Drama with Benjamin's Theory of Music
The article argues that Wagner’s ‘musical drama’ is more in the tradition of the German ‘Trauerspiel’ than ancient tragedies by referring to the passage on the opera in Benjamin’s book on the German mourning play. This thesis gets concretized with the example of the Ring, namely the interpretation of Wotan’s acting and fate through Benjamin’s theory of sovereignty as well as Brünnhilde’s lament by Benjamin’s early music theory, which describes music as a dissolution of lament.
pdf of the article in: Opera after Freud.Opera quarterly, vol. 31, Nr. 1-2, Winter –Spring 2015:
[mosse lecture] - Figurationen von Stimme und Ohr
Ein wechselweises Sprechen und Hören in der Gegenwart zweier Personen von Angesicht zu Angesicht: das gilt als idealtypische Gesprächssituation. Dagegen ist die Konstellation von Stimme und Ohr signifikant asymmetrisch. Obwohl die Aktivität bei der/dem Sprechenden liegt, gebietet das Ohr über die Rede. Dessen Ort und Instanz entscheiden über die Art des Hörens – erhören, zuhören, anhören, lauschen, verhören, aushorchen – und weisen den Betenden, Pönitenten, Patienten, Zeugen oder Delinquenten den ihnen angemessenen Sprechakt zu.
Die Stimme - Vor der Sprache und über sie hinaus
Anlässlich der Ausstellung über “Sprache” im Deutschen Hygiene-Museum Dresden vom 24. September 2016 bis 20. August 2017.
Tosca divina – die Oper der ‘göttlichen Stimme’ und die Rückkehr der Märtyrerin
Beitrag im Programmheft der Bayerischen Staatsoper zu: Puccini’s Tosca, Inszenierung von Luc Bondy, 2009/2010
Zum Überleben der Matthäuspassion
“Kommt ihr Töchter, helft mir klagen”. Beim Anhören der Matthäuspassion.
Die Synthese aus Blut, Leiden und Zeugnis schrieb die Erfolgsgeschichte des Christentums
in: FAZ, Ostern 2008
diabolus in musica. oder: Faust-Opern/Opern-Faust
in: faustus, the last night, Oper in einer Nacht und elf Nummern von Pascal Dusapin. Programmheft der Staatsoper Berlin zur Uraufführung Januar 2006
Mit Bezug auf die Geschichte der zahlreichen Faust-Opern geht der Beitrag der Frage nach, was den Faust-Stoff für Komponisten so attraktiv macht, und erörtert dafür die Zweideutigkeit der Erkenntnis, die der biblischen Szene des Sündenfalls entstammt, und die Idee der Oper-Stimme zwischen Teuflischem und Göttlichen.
Zwischen Rauschen und Offenbarung: Zur Kultur- und Mediengeschichte der Stimme
Herausgegeben von Friedrich Kittler, Thomas Macho und Sigrid Weigel. Berlin: Akademieverlag 2002 (Einstein Bücher)
In der modernen Öffentlichkeit wird die Stimme als das Medium einer demokratischen und sozialen Ordnung betrachtet. Sie steht im Zentrum eines umfangreichen Wortfeldes: Stimmrecht, Abstimmung, Volkes Stimme, eine Stimme haben oder die Stimme ergreifen. Ähnlich prominent ist die Stimme im übertragenen Sinne, in der gegenwärtigen Kultur- und Literaturtheorie. Sei es in der berühmten Frage: „Wer spricht?“, im Konzept der Polyphonie oder der Intertextualität, in dem es um das Echo der Zitate in der Kunst geht.