ifa-Podcast zur Außenpolitik: Zwischen Innen und Außen
Zwischen Innen und Außen (5.11.2020), aus der Serie ifa-Podcast von Gesprächen mit Kulturmittlern
Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik beginnt im Inneren. Doch was tun, wenn Innen- und Außenpolitik im Widerspruch zueinander zu stehen scheinen? Wie kann die „dritte Säule der Außenpolitik“ gestärkt werden? Wir sprachen mit der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Sigrid Weigel über Handlungsvorschläge abseits von Ressortpolitik und nationalstaatlichen Perspektiven
Transnationale Kultur und Außenpolitik – Jenseits der Nationalkultur
Die Glaubwürdigkeit einer Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP), die Prinzipien wie Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit vertritt, ist nur so stark, wie die Gesellschaft diese auch im Inneren lebt. Die Studie analysiert Konzepte wie ‘Soft Power’, ‘Wettbewerb der Narrative’, problematisiert den Widerspruch zwischen den Zielen der AKBP und den internationalen Wettbewerbsinteressen der einheimischen Wirtschaft und entwickelt Perspektiven und Probleme einer transnationalen Kulturpolitik, die auf die Kooperation mit den Zivilgesellschaften im Inland und in den Partnerländern setzt.
Wo treffen sich Innen- und Außenpolitik? Gespräch mit Andreas Görgen (Auswärtiges Amt)
Im Rahmen des “Weltempfangs” der Frankfurter Buchmesse 2020 (zu Zeiten der Covid-Pandemie digital) fand in der Reihe “Europa - Kulturen verbinden” ein Gespräch zwischen dem Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt, Dr. Andreas Görgen, und Sigrid Weigel, Autorin der Studie zur “Transnationalen Kulturpolitik" (2019) über Ziele, Probleme und Perspektiven der Auswärtigen Kulturpolitik statt, moderiert von Markus Brock.
WDR 5 Scala - Hintergrund Kultur: Was leistet die Auswärtige Kulturpolitik?
Gesche Joost ist neue Präsidentin des Goethe-Instituts, der größten Mittlerorganisation der auswärtigen Kulturpolitik. Doch Deutschland ringt um Glaubwürdigkeit, kritisiert Kulturforscherin Sigrid Weigel. Cornelia Wegerhoff zu den Hintergründen.
Interkulturelles Expertenwissen nutzen
in: Innen – Außen. Perspektiven einer integrierten Kulturpolitik. Hgg. v. Ronald Grätz/ Markus Hilgert. Göttingen: Steidl Verlag 2021, S. 17-23.
Traditionell wird auswärtige Kulturpolitik als Sprachrohr Deutschlands im Ausland verstanden. Der Beitrag plädiert für einen Blickwechsel, um, sie auch als Hörrohr für die Stimmen anderer Länder und Kulturen zu begreifen und ihr Expertenwissen im Innern für Fragen des interkulturellen Austausches, der Migrationspolitik und der internationalen Politik zu nutzen.
Die Lehre des leeren Grabes. Begründungen der deutschen Kulturnation nach 1871 und 1989
in: Grundordnungen.Geographie, Religion und Gesetz. Hgg. v. Zaal Andronikashvili/ Sigrid Weigel. Berlin: Kadmos Verlag 2013. S. 147-165.
Phantome der ‘Kulturnation’
(1) Phantome der Kulturnation, in: Wiedervorlage Nationalkultur. Variationen über ein neuralgisches Thema. Hgg. v. H.-G Knopp u.a., Göttingen und München 2010, S. 79-88.
(2) Flucht ins Erbe. Alle wollen die Kulturnation – warum? in: Süddeutsche Zeitung, 1.2.2008
(3) Phantome der Kulturnation, in: Tageszeitung, 8.4.2008
Deutsch als Wissenschaftssprache. Erkenntnispotenzial und ideologische Erbschaften
in: Deutsch in den Wissenschaften. Hgg. v. Goethe-Insitut u.a. München: Klett 2013, S. 57-67
Diskussion zur Auswärtigen Kulturpolitik
Wie lassen sich vorhandene Machtgefälle in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik überwinden? Wie offen ist die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für postkoloniale Diskurse? Welche Förderstrategien braucht sie, um glaubwürdig zu bleiben?
Es diskutieren: Prof. Dr. Sigrid Weigel, Dr. Asma Diakité (Leiterin der kulturellen Programmarbeit mit Regionalauftrag beim Goethe-Institut Südafrika) und Amel Ouaissa (Wissenschaftliche Referentin für Internationales und Diversität in der Stiftung Humboldt Forum)