Vor dem Archiv
in: Ränder des Archivs. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Entstehen und Vergehen von Archiven. Hgg. v. F. Schmieder/ D. Weidner. Berlin: Kadmos 2016.
Vor dem Hintergrund der Entstehung nationaler Literaturarchive und den Regeln der Archivkunde formuliert der Beitrag eine grammatologische Theorie des Archivs. Gemäß Derridas Diktum “Es gilt die Spur vor dem Seienden zu denken” geht es um die Archivwerdung, d.h. den Übergang und die Transformation von Dokumenten in Archvalien. Das wird am Beispiel von Sammlungen/ Bibliotheken erörtert, die in größere Archive übernommen und integriert werden. Fallbeispiele sind die Fabbricca von Harald Szeemann und deren Integration ins Getty Center, das jahrzehntelange Verschwinden der Bibliothek von Hermann Cohen in der National- und Universitätsbibliothek der Hebräischen Universität Jerusalem und Walter Benjamins verschwundene Bibliothek.
(An-) Archive und Archivfunde
Das Heft präsentiert und kommentiert Funde aus den Archiven von Jacob Taubes, Gertrud Bing, Erich Auerbach, Maurice Blanchot, Raoul Hausmann, Hans Pyritz und Robert Havemann.
Hinterlassenschaft, Archiv, Biographie. Am Beispiel von Susan Taubes
in: Spiegel und Maske. Konstruktion biographischer Wahrheit, hgg. v. B. Fetz/ H. Schweiger. Wien 2006
Der Beitrag erörtert Probleme den Umgang mit biographischen Dokumenten und Hinterlassenschaften am Beispiel von Susan Taubes. Reflektiert wird der Aufbau des Susan Taubes-Archivs am ZfL im Hinblick auf den Übergang von persönlichen Hinterlassenschaften zu Archiv-Dokumenten.