Self-Translation between Minor Literature, Bilingualism and Posteriority

Der Vortrag untersucht verschiedene theoretische Konzepte der Selbstübersetzung – wie Rewriting, Reenactment, Reproduktion – vor dem Hintergrund des Aufstiegs von ‚Translation’ als Meistertrope der Theorie und diskutiert die unterschiedlichen sprachtheoretischen Voraussetzungen und deren politische Implikationen. Mit dem Aufstieg der ‚kulturellen Übersetzung’ zur Meistertrope der Theorie hat sich der Akzent vom Exil zu Migration und Bilingualismus verschoben, womit die Übersetzungsarbeit selbst und der Blick auf mögliche sprachhegemoniale Zusammenhänge in den Hintergrund geraten sind, – wie auch die Frage, ob der zu übersetzende Text in der ersten oder zweiten Sprache geschrieben wurde. Dagegen setzt der Vortrag die Nachträglichkeit der Selbstübersetzung gegenüber dem Schreiben und differenziert zwischen der Autorschaft diskursiver und poetischer Texte.

1.Das Unbehagen an der Selbstübersetzung in ‚kleinen Literaturen’ –  2. Die emblematische Figur des ‚translated man’ –  3. Zum Verschwinden der Übersetzungsarbeit im Bilingualismus – 4. Das Echo der Übersetzung – 5. Das Gespenst des ‚Originals’ – 6. Selbstübersetzung als Übersetzung ohne Original.

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Translated into Polish: Autoprzeklad. Pomiedzy literatura mniejsza, eksterytorialnoscia a ‘bilingwizmem’, in: OderÜbersetzen Nr. 10/2021. Carl Dedecius Archiv, S. 88-101.


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Flugblatt, Pamphlet und Karikatur im Struktur- und Medienwandel der Öffentlichkeit

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Gershom Scholem: Poetica. Schriften zur Literatur, Übersetzungen und Gedichte