Zwischen Rauschen und Offenbarung: Zur Kultur- und Mediengeschichte der Stimme
Herausgegeben von Friedrich Kittler, Thomas Macho und Sigrid Weigel. Berlin: Akademieverlag 2002 (Einstein Bücher)
In der modernen Öffentlichkeit wird die Stimme als das Medium einer demokratischen und sozialen Ordnung betrachtet. Sie steht im Zentrum eines umfangreichen Wortfeldes: Stimmrecht, Abstimmung, Volkes Stimme, eine Stimme haben oder die Stimme ergreifen. Ähnlich prominent ist die Stimme im übertragenen Sinne, in der gegenwärtigen Kultur- und Literaturtheorie. Sei es in der berühmten Frage: „Wer spricht?“, im Konzept der Polyphonie oder der Intertextualität, in dem es um das Echo der Zitate in der Kunst geht.