A Neuro-Psychoanalytical Dialogue for Bridging Freud and the Neurosciences
Ed. S. Weigel / G. Schabert. London: Springer 2016
A trialogue between scholars from neuroscience, psychoanalysis and cultural history of science.
The book presents the emerging field of neuro-psychoanalysis, which seeks bridge the two fields which for a long time developed entirely separately. The recent neurologic interest in the dream and the unconscious and neurological findings on both indicators of trauma and modifications of the brain through psychoanalytic therapy in the individual brain have forced the discussion on correspondences and differences from both sides. This dialogue is enriched here through a culturally enriched history of science.
With chapters by Marianne Leuzinger-Bohlber, Mark Solms/ Oliver H. Turnball, Sigrid Weigel, Yoram Yovell, Tamara Fischmann, Pierre J. Magistretti/ Francois Ansermatt, Edith Seifert, Gerhard Schabert, Ulrike Kadi
Heine und Freud. Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft
Hgg. v. Sigrid Weigel. Berlin: Kadmos 2010.
Im selben Jahr, in dem Heinrich Heine starb, 1856, wurde Sigmund Freud geboren. Dies beschreibt über den Zufall hinaus eine Konstellation, in der der Tod der Dichtung und die Geburt der Psychoanalyse zusammenfallen.
Während Heines Schriften die Grenzen der Dichtung überschreiten, ist die Erfindung der Psychoanalyse durch Freud nicht denkbar, wäre er nicht – neben der Neurologie - bei der Dichtung und Kunst in die Lehre gegangen.
Jenseits des Todestriebs. Freuds Lebenswissenschaft an der Schwelle vonNatur- und Kulturwissenschaft
Der Beitrag diskutiert Freuds Definition des Triebs als Grenzbegriff zwischen Körper und Seele. Im Zentrum steht die Rekonzeptualisierung seiner Metapsychologie Jenseits des Lustprinzips, in deren letztem Teil Freud sich mit zeitgenössischen naturwissenschaftlichen Theorien zur (Un-) Sterblichkeit (Weismann u.a.) auseinandersetzt, um seine Idee von der gegenstrebigen Dynamik von Todes- und Lebenstrieb zu entwickeln. Was bedeutet das für Freuds Lebensbegriff?
pdf des Aufsatzes in: Das Leben vom Tode her. Zur Kulturgeschichte einer Grenzziehung. Hgg. v. Katrin Soldhju, Ulrike Vedder. Paderborn: Fink 2015:
Embodied Simulation and the Coding-Problem of Simulation Theory. Interventions from Cultural Sciences
Lecture at the Conference of the International Neuropsychoanalysis Society on „Minding the Body“ Berlin, Juni 2011.
The rising interest in concepts such as mimetic functions, imitation, simulation, embodiment, language and metaphors, which emerged after and in consequence of the discovery of the mirror system and the MNS (Mirror Neuron System), are discussed in this article from the perspective of cultural science, a field for which this whole register of concepts sounds quite familiar. Research in the history of culture has always been based in the conviction of a close connection between mind, imitation, gestures and acting.
Spiegelfechtereien. Spiegel-Szenen im Zeitalter von www und Spiegelneuronen
in: Erregter Stillstand zwischen Wahn und Wirklichkeit. Hgg. v. Ingo Focke, Elke Horn, Werner Pohlmann. Stuttgart 1916. S. 34-53.
Welchen Veränderungen unterliegt das Phänomen des Narzißmus durch wissenschaftliche Erkenntnisse (Spiegelneuronen) einerseits und die mediale Kommunikation andererseits? Diese Frage ist Ausgangspunkt, um die kulturgeschichtlichen Bedingungen des Narzißmus zu befragen, wie etwa die Rolle von Bildern und die Möglichkeiten der Selbstbespiegelung aufgrund der Produktion von Glasspiegeln.
Zwei jüdische Intellektuelle unter “schlecht getauften Christen”.
Zur kulturgeschichtlichen Deutung von Götterbildern bei Heine und Freud
in: Heine und Freud. Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft. Berlin: Kadmos 2010, s. 123-141.
In einer Fußnote zu seiner Monotheismus-Schrift fragt Freud, wer es “dem jüdischen Dichter H. Heine im 19. Jahrhundert n. Chr. eingegeben [habe], seine Religion zu beklagen als ‘die aus dem Niltal mitgeschleppte Plage, den altägyptisch ungesunden Glauben’?”
Das Kapitel erörtert die Nähe von Heines und Freuds Ausführungen zum Verhältnis von Judentum und Christentum, zumal bei beiden Tradierung bzw. Erbschaft darin eine signifikante Rolle spielen.