Zur Literatur und Kulturgeschichte in Ost und West (April 1989)
Der Band ist ein historisches Dokument aus der Übergangeschichte vom geteilten Deutschland zur sogenannten Vereinigung. Erstmalig konnten im April 1989 bei einem Symposium an der Universität Hamburg 17 Wissenschaftlerinnen aus der DDR, aus Polen und der CSFR mit 15 Wissenschaftlerinnen aus der BRD, den USA und Großbritannien zusammenkommen, um sich über ihre Arbeitsprojekte und Forschungen zur Genderforschung in der Literaturwissenschaft auszutauschen.
Das Titel-Motto Wen kümmert’s, wer spricht steht für die leitende Frage nach der Autorschaft von Frauen. Vorgestellt wurden exemplarische Untersuchungen zur Literatur von Frauen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart und zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse und Weiblichkeitsmuster.
Die Beiträge des Bandes geben damit einen Einblick in den Stand der Genderforschung in Ost und West vor dem Fall der Mauer.
Inhalt
A. Zwischen Universalität, Gleichheit und Differenz
Geschlechterverhältnisse in der politischen Kultur der DDR (Beiträge von Ursula Heukenkamp, Hildegard Maria Nickel, Irene Dölling)
Ortsbestimmungen in aktuellen Debatten von Frauen (Beiträge von Irene Selle, Gisela Ecker, Genai Schulz, Marianne Schuller)
Geschlechterverhältnisse in der Literaturgeschichte (Beiträge von Ingrid Kuszynski, Inge Stephan, Dorothea Dornhof, Gerda Heinrich, Sigrid Weigel)
B. Zur Rekonstruktion einer Literaturgeschichte von Frauen
1. Porträts historischer Autorinnen (Beiträge von Jitka Mísová, Dorothea Böck, Annegret Pelz, Christa Bürger, Heidi Ritter)
2. Frauen-Literatur in Ost und West (Beiträge von Eva Kaufmann, Marie Luise Gansberg, Gertraud Gutzmann, Christiane Zehl Romero)
publiziert Köln: Böhlau 1991