Zwei jüdische Intellektuelle unter “schlecht getauften Christen”.
Zur kulturgeschichtlichen Deutung von Götterbildern bei Heine und Freud
in: Heine und Freud. Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft. Berlin: Kadmos 2010, s. 123-141.
In einer Fußnote zu seiner Monotheismus-Schrift fragt Freud, wer es “dem jüdischen Dichter H. Heine im 19. Jahrhundert n. Chr. eingegeben [habe], seine Religion zu beklagen als ‘die aus dem Niltal mitgeschleppte Plage, den altägyptisch ungesunden Glauben’?”
Das Kapitel erörtert die Nähe von Heines und Freuds Ausführungen zum Verhältnis von Judentum und Christentum, zumal bei beiden Tradierung bzw. Erbschaft darin eine signifikante Rolle spielen.