Literatur als Voraussetzung der Kulturgeschichte: Schauplätze von Shakespeare bis Benjamin
Grundlage der Studien ist die Wahlverwandtschaft zwischen Literatur- und Kulturwissenschaft. Denn unser Wissen von der Kulturgeschichte, so die Ausgangsthese des Buches, entspringt der Lektüre. Deren an Texten entwickeltes Vermögen zur Entzifferung wird dabei auf die Signaturen anderer Hinterlassenschaften übertragen: neben dem Archiv schriftlich überlieferten Wissens auch auf bildliche und (ikono-) graphische Darstellungen, auf Topographien, Photos und Überreste: „Umkehr ist die Richtung des Studiums, die das Dasein in Schrift verwandelt“ (Walter Benjamin).