Heine und Freud. Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft
Hg. v. Sigrid Weigel. Berlin: Kadmos Verlag 2010
Im selben Jahr, in dem Heinrich Heine starb, 1856, wurde Sigmund Freud geboren. Dies beschreibt über den Zufall hinaus eine Konstellation, in der der Tod der Dichtung und die Geburt der Psychoanalyse zusammenfallen. Die Beiträge des Buchs beschreiben sie als Schwelle zwischen dem Ende der Kunstperiode und der Genese der ersten Kulturwissenschaft. Der Zufall des Datums ist Anlass, um der Wahlverwandtschaft beider Autoren über die Generationen hinweg nachzugehen und die expliziten wie verschwiegenen Korrespondenzen zwischen beider Werk zu beleuchten: als jüdische Intellektuelle in den Hauptstädten der Moderne und im Zeitalter der Säkularisierung.
Zwei jüdische Intellektuelle unter “schlecht getauften Christen”. (Kopie)
Zur kulturgeschichtlichen Deutung von Götterbildern bei Heine und Freud.
In: Heine und Freud. Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft. Berlin: Kadmos 2010.
In einer Fußnote zu seiner Monotheismus-Schrift fragt Freud, wer es “dem jüdischen Dichter H. Heine im 19. Jahrhundert n. Chr. eingegeben [habe], seine Religion zu beklagen als ‘die aus dem Niltal mitgeschleppte Plage, den altägyptisch ungesunden Glauben’?” – Das Kapitel erörtert die Nähe von Heines und Freuds Ausführungen zum Verhältnis von Judentum und Christentum, zumal bei beiden Tradierung bzw. Erbschaft darin eine signifikante Rolle spielen.
Heines orientalische und okzidentalische Wechsel - Postalische Poetologie als Korrespondenz mit der Vergangenheit und den Toten
in: Das Jerusalemer Heine-Symposium. Gedächtnis, Mythos, Modernität, hgg.v. Klaus Briegleb/ Itta Shettletzky. Hamburg 2001.