Forschungspolitik / Jenseits der ‘zwei Kulturen’

Die Profilierung des kulturwissenschaftlichen Forschungsprogramms für das Zentrums für Literatur-und Kulturforschung während der Jahre 1999 bis 2015 galt u.a. dem Engagement für transdisziplinäre Forschung jenseits der „Zwei Kulturen“ und der Entwicklung philologisch-kulturwissenschaftlicher Methoden für die Wissenschaftsforschung. Angesichts der Tatsache, dass Lehre und Forschung in den Naturwissenschaften die Genese ihrer Begriffe und Instrumentarien weitgehend ausblenden, bedarf es einer historisch-begrifflichen Tiefenanalyse wissenschaftlicher Konzepte, Technologien und Bilder der gegenwärtigen Leitwissenschaften (wie Neurobiologie, Genetik, Evolutionstheorie, Emotionsforschung, Informatik u.a.) Im Zusammenhang des bio-technischen und neuro-biologischen Wandels der Lebenswissenschaften und der forcierten Spezialisierung und Digitalisierung der empirischen Forschung fehlen fielen Forschern, mehr noch den Anwendern neuerer Forschungsresultate und tools, Kenntnis und Bewußtsein über die größeren Zusammenhänge, in denen ihre Arbeit steht.

Sigrid Weigel Sigrid Weigel

Gedankenexperiment: facultas fingendi in Wissenschaft und Literatur

In: Science & Fiction. Über Gedankenexperimente in Wissenschaft, Philosophie und Literatur. Hgg. v. Th. Macho/ A. Wunschel. Frankfurt/M. 2004:

pdf des Aufsatzes:

Ausgehend vom gegenwärtigen Verständnis von Fiktion, das – als Produkt der Aufspaltung von Natur- und Geisteswissenschaften – auf das Erdichtete reduziert ist, diskutiert der Beitrag die Genese dieser Eingrenzung. Anhand ausgewählter Schauplätze von Gedankenexperimenten aus dem 18. Jahrhundert erweist dieses sich als Zusammenspiel von Philosophie, Literatur und Experiment.

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