Forschungspolitik / Jenseits der ‘zwei Kulturen’
Die Profilierung des kulturwissenschaftlichen Forschungsprogramms für das Zentrums für Literatur-und Kulturforschung während der Jahre 1999 bis 2015 galt u.a. dem Engagement für transdisziplinäre Forschung jenseits der „Zwei Kulturen“ und der Entwicklung philologisch-kulturwissenschaftlicher Methoden für die Wissenschaftsforschung. Angesichts der Tatsache, dass Lehre und Forschung in den Naturwissenschaften die Genese ihrer Begriffe und Instrumentarien weitgehend ausblenden, bedarf es einer historisch-begrifflichen Tiefenanalyse wissenschaftlicher Konzepte, Technologien und Bilder der gegenwärtigen Leitwissenschaften (wie Neurobiologie, Genetik, Evolutionstheorie, Emotionsforschung, Informatik u.a.) Im Zusammenhang des bio-technischen und neuro-biologischen Wandels der Lebenswissenschaften und der forcierten Spezialisierung und Digitalisierung der empirischen Forschung fehlen fielen Forschern, mehr noch den Anwendern neuerer Forschungsresultate und tools, Kenntnis und Bewußtsein über die größeren Zusammenhänge, in denen ihre Arbeit steht.
Zur Philologie wissenschaftlicher Konzepte – eine Forschungsperspektive
Vor dem Hintergrund des cultural turns in der Science Studies entwirft der Artikel die Perspektiven einer Nutzung literatur- und kulturwissenschaftlicher Methoden für die Wissenschaftsforschung und entwickelt das entsprechen de Forschungskonzept des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung.
pdf des Beitrags in Geschichte der Germanistik. Mitteilungen. H. 23/24, 2003: