Forschungspolitik / Jenseits der ‘zwei Kulturen’
Die Profilierung des kulturwissenschaftlichen Forschungsprogramms für das Zentrums für Literatur-und Kulturforschung während der Jahre 1999 bis 2015 galt u.a. dem Engagement für transdisziplinäre Forschung jenseits der „Zwei Kulturen“ und der Entwicklung philologisch-kulturwissenschaftlicher Methoden für die Wissenschaftsforschung. Angesichts der Tatsache, dass Lehre und Forschung in den Naturwissenschaften die Genese ihrer Begriffe und Instrumentarien weitgehend ausblenden, bedarf es einer historisch-begrifflichen Tiefenanalyse wissenschaftlicher Konzepte, Technologien und Bilder der gegenwärtigen Leitwissenschaften (wie Neurobiologie, Genetik, Evolutionstheorie, Emotionsforschung, Informatik u.a.) Im Zusammenhang des bio-technischen und neuro-biologischen Wandels der Lebenswissenschaften und der forcierten Spezialisierung und Digitalisierung der empirischen Forschung fehlen fielen Forschern, mehr noch den Anwendern neuerer Forschungsresultate und tools, Kenntnis und Bewußtsein über die größeren Zusammenhänge, in denen ihre Arbeit steht.
Für den großen Grenzverkehr zwischen Natur- und Geisteswissenschaften
Artikel in: Financial Times Deutschland, 28. März 2007, Serie zum Jahr der Geisteswissenschaften:
Der Artikel argumentiert, dass auch die Geisteswissenschaften unter der Frage des Nutzens befragt werden können, und plädiert für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Naturwissenschaften.
Ethik-Tüv und Kulturkritik sind nicht genug
pdf des Artikels in “Die Welt”, 11. April 2001, in der Serie: Wozu noch Geisteswissenschaften?
pdf des Artikels in “Forschung und Lehre” 8/2006
“Naturwissenschaftliche Modelle werden präsentiert, als handele es sich um eherne Gesetze.”
Während Wilhelm und Alexander Humboldt das Miteinander von Geisteswissenschaft und Naturforschung verkörpern, sind die zwei Kulturen in der Geschichte der Universität immer weiter auseinandergetreten. Der Artikel plädiert für die Nutzung geistes-/ kulturwissenschaftlicher Expertise für eine Analyse natrurwissenschaftlicher Denkmodelle am Beispiel der metaphorischen Genes genetischer Begriffe.