Forschungspolitik / Jenseits der ‘zwei Kulturen’

Die Profilierung des kulturwissenschaftlichen Forschungsprogramms für das Zentrums für Literatur-und Kulturforschung während der Jahre 1999 bis 2015 galt u.a. dem Engagement für transdisziplinäre Forschung jenseits der „Zwei Kulturen“ und der Entwicklung philologisch-kulturwissenschaftlicher Methoden für die Wissenschaftsforschung. Angesichts der Tatsache, dass Lehre und Forschung in den Naturwissenschaften die Genese ihrer Begriffe und Instrumentarien weitgehend ausblenden, bedarf es einer historisch-begrifflichen Tiefenanalyse wissenschaftlicher Konzepte, Technologien und Bilder der gegenwärtigen Leitwissenschaften (wie Neurobiologie, Genetik, Evolutionstheorie, Emotionsforschung, Informatik u.a.) Im Zusammenhang des bio-technischen und neuro-biologischen Wandels der Lebenswissenschaften und der forcierten Spezialisierung und Digitalisierung der empirischen Forschung fehlen fielen Forschern, mehr noch den Anwendern neuerer Forschungsresultate und tools, Kenntnis und Bewußtsein über die größeren Zusammenhänge, in denen ihre Arbeit steht.

Sigrid Weigel Sigrid Weigel

Der Beitrag der Kulturwissenschaften zu den Science Studies

Stichwort Geisteswissenschaften – Wandel zu modernen Kulturwissenschaften, in: Rotary, H.2/ 2006.

pdf des Artikels:

Nachdem der Wissenschaftsrat in seiner Evaluierung die “interdisziplinäre Forschung im substanziellen Sinne”, die im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (2006) stattfindet, gewürdigt und die Einrichtung als Modell bewertet hat, erläutert der Artikel dessen theoretische Ausrichtung.

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