Das Leben ist unberechenbar. Wie aus Datensalat die “Erbinformation” wurde.
Artikel in. Die Zeit, 11. Juli 2002
Mit dem Gedankenexperiment, wie ein Krebskongress in 100 Jahren auf das heute gültige Wissen über die Zellinformation blicken werde, diskutiert der Artikel, was Blumenberg als Notwenigkeit der Wissenschaft beschreibt, die Vorläufigkeit ihrer Resultate unbegrenzt ertragen zu müssen. Die Bilder und Metaphern der Lebenswissenschaft sind Symptom dieser unhintergehbaren Vorläufigkeit. Anhand von leitenden Krebstheorien aus dem 16., 18. und 20. Jahrhundert macht der Artikel die Bedeutung des jeweils historisch bedingten Wissen deutlich: wie stark Wissen durch die jeweils herrschenden kulturellen Deutungsmuster, Symbolsysteme und Kulturtechniken geprägt ist.