Genea-Logik. Generation, Tradition und Evolution zwischen Kultur- und Naturwissenschaften.
München: Fink Verlag 2006
Die Konzepte und Praktiken des Erbes geben darüber Auskunft, in welcher Weise die Lebenden mit den vorausgegangenen und kommenden Generationen verbunden sind: durch Schrift oder Leib, Familie oder Gedächtnis, Hinterlassenschaften oder Gene. Dabei ist die kulturelle Überlieferung nicht unabhängig davon, ob sie im Zeichen von Tradition, Evolution oder etwa Genetik gedacht wird. Genea-Logik, die Rede über Überlieferung und Erbe, verbindet Literatur, Kunst, Philosophie und Wissenschaft.
Generation. Zur Genealogie des Konzepts – Konzepte von Genealogie
Die gegenwärtige Konjunktur des Generationenbegriffs reicht von der Literatur über die Soziologie, Psychoanalyse, Geschichtsschreibung und Wissenschaftsgeschichte bis ins Feuilleton und die Produktwerbung. 'Generation' versteht sich als kulturelles Deutungsmuster, das sowohl eine Einheit von Erfahrungen und Eigenschaften faßt als auch den zeitlichen Abstand und die Merkmalsunterschiede zu vorausgegangenen Generationen definiert.
Cultural Demography/ Kultur der Demographie
Whereas demographic research to date is dominated by quantitative methodology and a biological terminology (fertility, mortality, lifespan etc.) referring to an abstract, constructed object, i.e. the ‘population’, the perspective of cultural demography argues for a ‘demography without numbers’ which addresses the human subjects of demography and actors of demographic relevant decisions (such as birthgiving). There exist some contributions, especially from anthropology that indicate this direction.
Generation as a symbolic form
in: Germanic Review, Nr. 4, Vol. 77, Fall 2002, 264-277.
“Generationen werden gezählt und erzählt. – Generations get counted and recounted.”
Departing from the currently increasing discourse on generations the article describes the archaeology of the concept and examines the transgenerational structure of post-war-memory, especially concerning the transmission of both trauma and guilt. In respect of the discourse on the second and third generation it points to the concealed first generation (i.e. the generation of the perpetrators) in the distorted post-war-genealogy.
Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit
Der Artikel beschreibt die historische Genese der Idee der Generationengerechtigkeit und des Begriffs der ‘künftigen Generation’ im Kontext der Einsicht über die ‘Grenzen des Wachstums’
(in: Tagesspiegel, 21.7.2010)
Zur Konjunktur der ‘Generation’ – zwischen Genealogie und Kohorte
(in: Generation übermorgen. In: TU Forschung aktuell 2004)
Vor dem Hintergrund des aktuellen Generationen-Diskurses, in dem es um die Identität von Jahrgangsgruppen geht, erinnert der Beitrag die Geschichte des Konzepts mit seiner Polarisierung zwischen Abfolge/ Genealogie und Gleichzeitigkeit von Erfahrungen/ Habitus.