Public Crying. Zur Wiederkehr öffentlicher Trauer auf den Straßen Europäischer Städte
in: Interkulturelle Schauplätze in der Großstadt, hgg. v. K. Kashiwagi-Wetzel/ Michael Wetzel. Paderborn: Fink 2015.
Der Aufsatz beschreibt die Entstehung einer jüngeren Rituals gemeinsamen Trauerns im öffentlichen Raum anläßlich von Massentötungen (wie bei Amokläufen, Terroranschlägen u.a.) in den letzten Jahrzehnten. Dabei werden Tatorte durch eine Gemeinschaft spontan in Trauerorte verwandelt. .Während Tod und Trauer im Zuge der Säkularisierung zunehmend aus der Öffentlichkeit verschwunden waren Bestattungen professionalisiert wurden, sind Szenarien des ‘public crying’ zuletzt zu einem regulären Ritual geworden, eine Art performativer Kultur off-stage.
Mitleid/Compassio. Über Rituale, Diskurse und die Kulturgeschichte desMitgefühls
In: Katalog zur Ausstellung Leidenschaften – ein Drama in fünf Akten im Deutschen Hygiene Museum Dresden. 2012
Der Beitrag beschreibt den Wandel von Ausdrucksformen und Szenarien des Mitgefühls entlang ausgewählter kulturgeschichtlicher Stationen zwischen Gegenwart und Mittelalter.